29.10.2015
Motorrad für Ladekran
1945 musste
Arne Bundgaard Jensen sein Motorrad der Marke Nimbus verkaufen und sich Geld von seinem Vater leihen, um die Fahrrad- und Kfz-Werkstatt am Oddervej in Århus zu übernehmen. Seit damals ist es mit der
Højbjerg Maskinfabrik, die heute unter dem Namen
HMF Group weltweit bekannt ist, aufwärts gegangen. Und in diesem Jahr erzielt HMF das beste Ergebnis seiner Geschichte. Heute gehört HMF mit 550 Mitarbeitern zu einem weltweit agierenden Hersteller von Ladekranen. Das Unternehmen ist in mehr als 50 Ländern vertreten.
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Der erste Ladekran von HMF
70 Jahre nach der Gründung der Højbjerg Maskinfabrik erzielt das Unternehmen
das beste Ergebnis seiner Geschichte. Und das ist laut Konzernchef
Ove Trankjær kein Zufall. Man fährt jetzt die Ernte langjähriger gezielter Investitionen in die Produktentwicklung und die Automatisierung der Produktion ein. „2007 investierten wir in einen massiven Ausbau unseres Werks in Århus. Die Produktion wurde durch eine neue, fortschrittliche Robotertechnologie standardisiert, für die wir mit dem Automatisierungspreis des Dänischen Roboterverbands ausgezeichnet wurden. Außerdem haben wir kräftig in die Produktentwicklung investiert und verfügen heute über ein innovatives Produktprogramm. Mit diesen Verbesserungen sind wir heute besonders wettbewerbsfähig. Zugleich sind unsere Durchlaufzeiten in der Montage markant gefallen: von drei bis vier Wochen auf nur noch drei Tage“, erklärt Ove Trankjær.
Die
Modernisierung des Werks hat auch zu einer markanten Stärkung der Umweltbelange und zu besseren Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter geführt. Vor allem das Wohlergehen der Mitarbeiter liegt Ove Trankjær nach eigenem Bekunden sehr am Herzen. Ein Großteil der Mitarbeiter ist seit mehreren Jahrzehnten bei HMF und stellt damit einen wichtigen Teil der besonderen Kultur des Unternehmens dar. Es gibt Freiräume, und der Umgangston ist sehr entspannt, und so soll es laut Ove Trankjær auch in Zukunft bleiben, damit das Unternehmen seine „alten“ Mitarbeiter halten und neue gewinnen kann.
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Heute setzt HMF vor allem darauf, das Eigengewicht weiter zu optimieren
1998 hat HMF sein
EVS-Standsicherheitssystem eingeführt. Laut Ove Trankjær sorgte das für den entscheidenden Quantensprung im Bereich der Technologie: „Unser einzigartiges EVS-Standsicherheitssystem lässt sich an allen HMF-Kranen montieren und stellt maximale Fahrzeugstandsicherheit und Hubkraft im gesamten Arbeitsbereich des Krans sicher. Zusammen mit der Funkfernsteuerung bietet es dem Kranbediener die Möglichkeit, sich zu hundert Prozent auf die eigentliche Hebeaufgabe zu konzentrieren. Das ist in unserer Branche einzigartig und ist ein wesentlicher Grund dafür, dass sich HMF im Wachstum befindet und für die zukünftigen Herausforderungen gut gerüstet ist.“
Das patentierte
HMF Info-Center erfasst die Daten aller relevanten Überwachungs- und Sicherheitssysteme, gibt die Werte auf einem Display aus und informiert den Kranbediener damit laufend über die Belastung des Krans und die Standsicherheit des Fahrzeugs. EVS sorgt dafür, dass das Fahrzeug nicht umkippt, und RCL sichert den Kran gegen Überlastung.
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Moderne Schweißroboter im dänischen Werk von HMF
HMF hat derzeit
90 Krane im Sortiment, doch die Produktentwicklung und Einführung neuer Modelle hört niemals auf. Dies ist laut Trankjær entscheidend, damit das Unternehmen sein Wachstum fortsetzen kann. „Wir sind bekannt dafür, hochfesten Stahl optimal nutzen zu können, und wir arbeiten konstant daran, diese Entwicklung zu optimieren. Das Eigengewicht und die Einbaumaße des Krans sind wichtige Parameter bei der Entwicklung zukünftiger Krane. Bei den guten Erfahrungen, die HMF mit dem Einsatz von hochfestem Stahl gemacht hat, in Kombination mit Hydraulik und Elektronik, werden sich unsere Kunden in Zukunft auf noch viele interessante Krane von HMF freuen können, die dem Slogan „Power to lift“ gerecht werden, da bin ich mir ziemlich sicher“, erklärt Trankjær.
Bis zu seinem Tod im Jahr 2000 stand Arne Bundgaard Jensen an der Spitze des Unternehmens. Heute haben seine Söhne
Hans Bundgaard und Ingvar Bundgaard Jensen das Unternehmen übernommen.
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